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TSV Neckartailfingen I - TSV Deizisau I 1:1

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Der so wichtige Dreier war möglich, am Ende mußte man allerdings froh sein, wenigstens einen Punkt im Aileswasen behalten zu haben...

Das Unentschieden zwischen zwei annähernd gleichwertigen Mannschaften war das wohl gerechteste Resultat, indes, ob es für den TSVN hilfreich sein kann, wird sich erst noch weisen müssen. Obwohl auf dem noch reichlich holprigen Terrain beiden Teams der oft verspringende Ball hin und wieder ein Schnippchen schlug, boten sie den 120 Zuschauern eine ordentliche Bezirksligapartie, wobei die Schlußphase dramatisch verlief und noch jedes andere Ergebnis möglich gewesen wäre. Eigentlich jedoch war der eine Punkt für beide Vereine zu wenig, zumal die Elf von Georgios Karatailidis den Sprung weg vom Relegationsrang verpasste und Tonio Pepe's Schützlinge die Aufstiegsspiele nun wohl endgültig abschreiben können.

Die Gastgeber gingen mit massiven Personalmängeln in diese so wichtige Begegnung. Kapitän Manuel Schneider, sein Stellvertreter Stefan Wilhelm und Tobias Haverkamp machten Oberschenkel- und Rückenprobleme einen Strich durch die Rechnung. Cosimo Attorre fehlt seit Wochen wegen eines Fersensporns und Bastian Nagel ist gesperrt. Jannik Riehles Armbruch läßt weiterhin keinen Einsatz zu und Philipp Wenzelburger verletzte sich schon nach neun Minuten. Der Verteidiger mußte mit einer tiefen Fleischwunde ins Krankenhaus gebracht werden. Der angeschlagene Robin Plachy hielt wenigstens bis zur 76. Minute durch. Dass trotz all dieser Handicaps gegen das Spitzenteam von der Hinteren Halde wenigstens noch ein Zähler heraus sprang, war deshalb mehr als verdient.

Nach sechs Minuten kreuzten Robin Plachy und Yannick Schellander erstmals gefährlich im Deizisauer Strafraum auf, wurden von der vielbeinigen Abwehr jedoch abgedrängt. Eine Zeigerumdrehung später zählte ein Plachy-Abseitstor nicht. Kurz darauf foulte Philipp Wenzelburger Kevin Siekermann am Sechzehnereck, doch während der Deizisauer Torjäger nach Behandlung weiterspielen konnte, mußte der TSV-Verteidiger runter. Die erste dicke Möglichkeit tat sich den Hausherren nach einer Viertelstunde auf. Der durchgebrochene Plachy konnte von Torhüter Patrick Magnani gestoppt werden und Benjamin Frimmel hatte beim Abpraller das verwaiste Gehäuse vor sich. Ein TSVD-Abwehrspieler konnte den Nachschuss jedoch irgendwie an der Dreiangel vorbei lenken.

Eine halbe Stunde war gespielt, da verpasste der TSVN erneut die Führung. Moritz Krasser spitzelte die Kugel fast im Liegen aus zehn Metern an die Lattenunterkante. Doch auch der Ex-Landesligist zeigte seine Gefährlichkeit. Ein Weitschuss von Rouven Kendel war für den sicheren Marcel Finsterbusch noch keine ernsthafte Prüfung (31.). Das sah 120 Sekunden später schon anders aus. Marian Hafner kurvte von rechts in den Strafraum und gelangte bis zwei Meter vor das Finsterbusch-Heiligtum. Entschlossen warf sich der fehlerlose TSVN-Schlussmann in die Beine Hafners und begrub den Ball unter sich. Erstmals seinen Kopf im Spiel hatte Benjamin Frimmel nach 37 Minuten, der einen 50-Meter-Freistoß von Jonas Bayha knapp am langen Eck vorbei drückte. Die beste Möglichkeit für die Gäste im ersten Umlauf besaß in der 39. Minute Marius Ruoff. Egemen Altindil hatte mit einem weiten Diagonalpass den völlig freien mit aufgerückten Abwehrspieler gesehen, doch dessen verkorkster Versuch strich am langen Pfosten vorbei.

In der Nachspielzeit verfehlte Keeper Magnani einen erneuten Bayha-Freistoß, Benny Frimmel brachte seinen Kopf jedoch nicht mehr erfolgreich ran. Den zweiten Durchgang eröffnete Altindil mit einer kreuzgefährlichen Ecke, bei der Marcel Finsterbusch beide Fäuste einsetzen mußte. Der fehlerlose, aber manchmal den Spielfluß etwas kleinlich störende Schiri Thomas Fiederer nahm den Gastgebern in der 51. Minute einen großen Vorteil, weil er ein Foul an Moritz Krasser abpfiff, wo doch Denis Köhler freie Fahrt gehabt hätte. Lars Glöckler passte in der 54. Minute auf Matthias Wilhelm zurück, aber dessen flaches Geschoss verfing sich im Deizisauer Abwehrbollwerk. Danach allerdings übernahmen die Männer von Tonio Pepe das Kommando und nach einem Fehlpass von Marius Blank ging Egemen Altindil auf rechts ab. Seine messerscharfe Flanke war für Kevin Siekermann dann zum Glück etwas zu heftig, um verwertet werden zu können.

Die Partie nahm an Spannung und Intensität zu und Robin Plachy fehlte eine Zehennagellänge, um Moritz Krassers Hereingabe in den Rücken der Abwehr eindrücken zu können (57.). Überhaupt haperte es bei einigen vielversprechenden Angriffen beim finalen Zuspiel immerwieder an der Genauigkeit, so auch bei der nächsten Großchancen für Moritz Krasser. Auf Torhüter Magnani zulaufend, wählte der TSV-Angreifer die Uneigennützigkeit und wollte quer auf den mitgelaufenen Robin Plachy legen. Das unebene Geläuf verursachte dabei jedoch den Rohrkrepierer (66.). Ähnlich erging es in der 69. Minute Ceyhun Selvi auf der Gegenseite. Der Deizisauer verfehlte aus günstiger Position von der Strafraumgrenze mit seinem Freistoß den Neckartailfinger Kasten knapp.

Köhler, Böpple, Frimmel hießen die Stationen in der 70. Minute, ehe Letzterer am kurzen Eck das Tor verfehlte. Dann brachte Lucas Böpple den Ball nicht am letzten Abwehrspieler vorbei und nahm dem ganz freien Kevin Klay die große Tormöglichkeit. Und in der 80. Minute schlugen dafür die Gäste zu. Kevin Siekermann wurde einfach vergessen, das Zuspiel passte und der Torjäger ließ sich aus zwölf Metern nicht lumpen. Marian Hafner per Kopfball (82.) und Ceyhun Selvi (88.) hätten den Sack zumachen können. Der eine verfehlte das Gehäuse und der andere scheiterte nach langem Sprint am großartig reagierenden Marcel Finsterbusch. Nur wenige glaubten noch an einen Neckartailfinger Torerfolg, als es in der 89. Minute doch noch klappte. Moritz Krasser flankte und Benjamin Frimmel lenkte irgendwie mit Kopf, Brust und Schulter den Ball am verduzten Patrick Magnani vorbei in die Maschen.

In der vierminütigen Nachspielzeit sorgten drei Bayha-Freistöße nochmals für Aufregung. Zweimal verfehlte der kopfballstarke Frimmel knapp das 2:1 (91./94.) und beim dritten Standard ging der Schuss fast nach hinten los. Der flache Quer- wurde zum Fehlpass und Marius Blank musste beim Konter die Trikotbremse einsetzen, um Flurschaden verhindern zu können (93.). Weil dem für einigen Wirbel sorgende Kevin Klay in der 92. Minute nochmals das entscheidende Zuspiel auf den dann blank stehenden Lucas Böpple mißlang, blieb es schließlich bei der gerechten Punkteteilung.               

TSVN: Finsterbusch, Bayha, Krasser, Frimmel, Köhler (80. Aktas), Matthias Wilhelm, Plachy (76. Klay), Blank, Wenzelburger (14. Glöckler), Schellander (63. Böpple), Müller

TSV Deizisau: Magnani, Böíng (82. Ganter), Ruoff, Altindil, Widmaier (78. Andezion), Kendel, Hafner, Lösche, Selvi, Clauss, Siekermann

Schiedsrichter: Thomas Fiederer (SRG Esslingen)

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 (80.) Siekermann, 1:1 (89.) Frimmel

Gelesen 311 mal Letzte Änderung am Montag, 10 April 2017 09:14
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