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Vorschau Bezirksliga

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Sonntag, 23.4.17, 15.00
TSV Oberensingen I - TSVN I

Als die Mutter aller Derbys galt die Partie TSVO contra TSVN in früheren Jahren. Danach verschwand die TSV Oberensingen lange Zeit in den Tiefen der Kreisliga B. Nun aber ist der Erzrivale von der Aichmündung dank massiver Investitionen zurück in der Bezirksliga und zeigte den Grünweißen gleich im Vorspiel wo der Hammer hängt. Nach völlig verschlafener Anfangsphase gab es im Aileswasen ein deutliches 0:4. Dass das Bezirksoberhaus noch nicht Endstation für die ambitionierte Truppe von Peter Merkle und Marcel Brandstetter sein soll, wird beim Aufsteiger nicht nur hinter vorgehaltener Hand kommuniziert. 

In dieser Saison dürfte es nach zuletzt ein paar überraschenden Punktverlusten jedoch nicht mehr dazu reichen, gleich die nächste Stufe, die da Landesliga hieße, zu nehmen. Und so wird es in diesem Lokalkampf nur eine Mannschaft geben, die gewaltig unter Druck steht und das ist der TSV Neckartailfingen. Völlig überraschend für so ziemlich alle im Aileswasen hat sich das grünweisse Ensemble in eine Lage hinein manöveriert, die man mittlerweile als mehr als prekär bezeichnen muss. Sechs Spieltage vor Schluss steht der Bezirksligadino auf dem Relegationsplatz und muss sogar fürchten, dass dieser zum direkten Absturz führen könnte, sollten tatsächlich drei Teams aus der Landesliga herunter kommen.

Auch wenn es für die TSVO bei einem Rückstand von neun Punkten zur Aufstiegsrelegation eigentlich nur noch um die Ehre geht, sind die "Sandhasen" am Sonntag eindeutiger Favorit. Zudem ist TSVN-Schreck Yannick Kögler wieder an Bord und der hat schon das Vorspiel praktisch alleine entschieden. Ob der andere Oberensinger Torjäger, Fatih Özkarahman, dabei sein wird ist dagegen fraglich. Die Personalien des Sennerpokalsiegers sollten und werden aber Georgios Kararatailidis weniger Kopfzerbrechen bereiten, als die eigenen. Und diesbezüglich waren die Sorgen zuletzt nicht gerade gering. Beim insgesamt starken Auftritt gegen den TSV Deizisau waren Tobias Haverkamp, Jannik Riehle, Stefan Wilhelm, Cosimo Attorre, Bastian Nagel und Kapitän Manuel Schneider nicht verfügbar. Dazu kam für Philipp Wenzelburger schon nach neun Minuten das Aus und der angeschlagene Robin Plachy hielt wenigstens bis zur 76. Minute durch. Und ganz nebenbei: Ein Emre Kilic fehlt halt auch an allen Ecken und Enden.

Die Osterpause kam deshalb sehr willkommen und hat hoffentlich für Wiederbelebung gesorgt. In den Plätschwiesen haben schon Hinterbänkler wie der TSV Denkendorf oder der TSV RSK Esslingen gewonnen und eben gegen den RSK hat die TSVO zuletzt wohl ihre letzten Aufstiegshoffnungen durch die neuerliche 2:3-Panne fahren lassen müssen. So gesehen geht ein TSV Neckartailfingen in Best- oder wenigstens Normalform keineswegs chancenlos in diesen Lokalkampf. Hätten die Jungs von Jorgo Karatailidis ihre überlegen geführten erste Halbzeiten gegen Deizisau, SGEH und Faurndau besser genutzt, wären da mehr als nur zwei Punkte möglich gewesen. Vor allem auf der Alb wurde diese Nachlässigkeit dann bitter bestraft.

Die Kulisse an der Aichmündung wird am Sonntag sicher stimmen. Ob das beim Ergebnis hinterher ebenfalls der Fall sein wird, haben die Aileswasen-Gäste selbst in der Hand. Dass sie beinahe genötigt sind, aus der Nürtinger Vorstadt was mit nach Hause nehmen zu müssen, zeigt der Blick auf die Tabelle allzu deutlich.

Gelesen 109 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 19 April 2017 10:00
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